Die verschiedenen Möglichkeiten der Dachabdeckungen
Das Dach ist der Abschluss eines jeden Hauses und sollte deshalb mit Bedacht gedeckt werden. Es stehen Ihnen mehrere Arten der Dachabdeckung zur Verfügung.
Die bekanntesten sind Ziegel, Dachsteine und Schweißbahnen.
Die bekannten halbrunden Ziegel, welche auch Biberschwänze genannt werden, sind vielerorts zu sehen, aber auch Dachpfannen finden immer wieder neuen Anklang, da sie leicht zu verarbeiten sind.

Die Ziegel bestehen aus einer groben Ton-Lehm-Mischung, werden in eine bestimmte Form gebracht, getrocknet und gebrannt. Ihre unterschiedliche Farbgebung hängt von den im Boden befindlichen Mineralien ab. Ein hoher Eisenanteil beispielsweise lässt durch das Oxidieren beim Brennen die Ziegel in einem kräftigen Rot erscheinen, während besondere Farben wie blau durch eine Glasur aus gefärbtem Quarzsand entsteht und so als besonderer Blickfang die Dächer verzieren kann. Graue oder schwarze Ziegel entstehen durch eine besondere Art des Dämpfens.
Wenn Sie kostengünstige, robustere und schwerere Materialien verwenden wollen, so sollten Sie auf Dachsteine zurückgreifen. Diese werden nicht gebrannt, sondern getrocknet. Harzer, Frankfurter oder Taunus-Pfannen sind die gängigsten Modelle dieser Dachabdeckungen.
Jedoch unterscheiden sich Ziegel und Dachsteine nicht in ihrer Funktion, sondern lediglich in ihrem Material.
Besonders für Flachdächer geeignet sind Schweißbahnen als Dachabdeckung. Hierbei wird ein Material wie beispielsweise Glasvlies von beiden Seiten mit Bitumen beschichtet, welches zuvor unter großer Hitze geschmolzen wird, um das Dach abzudichten. Auch hierbei stehen dem Dachdecker mehrere Varianten zur Verfügung. So gibt es gesandete oder beschieferte Schweißbahnen, die gegen hohe UV-Strahlung wirken. Enthalten die Schweißbahnen einen Kupferanteil, so eignen sie sich hervorragend bei Dächern, die bepflanzt werden sollen, da diese die Wurzeln der Pflanzen abhalten, ins Dach zu wachsen.
Nicht zu verwechseln sind die Schweißbahnen mit Dachpappe, welche nur lose aufgelegt und nicht verschweißt wird.
Durch Beimischung verschiedener Substanzen lassen sich die Schweißbahnen noch flexibler machen. So erhält man Elastromer-Schweißbahnen, wenn das Bitumen mit SBS (Styrene-Butadiene-Styrene) versetzt wird. Dadurch werden die Schweißbahnen elastischer. Und wird APP (Atactic Polypropylene) zum Bitumen dazugegeben, so werden diese plastischer (Plastromer-Schweißbahnen).